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Bewerbungsunterlagen für eine Wohnung auf einem Tisch.

Mieterselbstauskunft

Das Standard-Formular jeder Wohnungsbewerbung – mit den Grenzen, die der Datenschutz setzt

Die Mieterselbstauskunft: ein Formular, zwei Perspektiven

Die Mieterselbstauskunft ist das Standard-Formular jeder Wohnungsbewerbung, und sie hat zwei Seiten. Für Mietinteressenten ist sie die Eintrittskarte: Wer sie vollständig und plausibel ausfüllt, hebt sich von den anderen Bewerbern ab. Für Vermieter ist sie die Grundlage der Auswahl, allerdings eine mit klaren rechtlichen Grenzen. Nicht alles, was interessant wäre, darf gefragt werden, und der Zeitpunkt entscheidet mit. Füllen Sie das Formular unten direkt aus (Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser) oder laden Sie die Vorlage als PDF oder Word-Datei herunter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Angaben sind ganz überwiegend freiwillig – vollständige Bewerbungen setzen sich trotzdem durch.
  • Was gefragt werden darf, hängt von der Phase der Bewerbung ab.
  • Nachweise und Bonitätsauskunft erst nach der Entscheidung für einen Bewerber.
Mieterselbstauskunft · giesbrecht-immo.de
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1. Person

2. Einziehende Personen

3. Beruf und Einkommen

4. Zur Wohnung

Ort, Datum und Unterschrift leisten Sie auf der ausgedruckten Mieterselbstauskunft (PDF). Mit der Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben.

Mieterselbstauskunft: welche Fragen wann erlaubt sind

Unsere Vorlage folgt dem Muster, das die Datenschutzkonferenz vorgibt, also das Gremium der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden. Sie hat für die Mieterselbstauskunft ein Stufenmodell veröffentlicht, das sich danach richtet, wie ernst die Bewerbung ist:

  • Phase A, Besichtigung: nur Name, Vorname und Anschrift. Den Ausweis dürfen Sie sich zeigen lassen, eine Ausweiskopie ist unzulässig.
  • Phase B, konkretes Mietinteresse: zulässig sind Zahl der einziehenden Personen, Höhe des Nettoeinkommens, Haustiere außer Kleintieren und die Frage nach einem eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahren.
  • Phase C, nach der Entscheidung: erst jetzt Einkommensnachweise in Kopie, Schwärzungen sind erlaubt, und eine zweckbezogene Bonitätsauskunft, die der Bewerber selbst anfordert und vorlegt.

Für Vermieter heißt das: Ein Formular, das schon bei der Besichtigung alles abfragt, ist datenschutzrechtlich angreifbar. Für Bewerber heißt es: Sie müssen bei der ersten Besichtigung noch nicht Ihr halbes Leben offenlegen.

Diese Fragen sind tabu

Familienstand, Kinderwunsch, Schwangerschaft, ethnische Herkunft und Staatsangehörigkeit, Religion, Parteizugehörigkeit, Mitgliedschaft in einem Mieterverein, Vorstrafen und laufende Ermittlungsverfahren, die Dauer der Beschäftigung sowie die Kontaktdaten des bisherigen Vermieters. Auch eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung gehört nicht dazu: Der bisherige Vermieter muss sie gar nicht ausstellen (BGH, VIII ZR 238/08), deshalb halten die Datenschutzbehörden ihre Anforderung für unzulässig. Fragen nach Herkunft oder Staatsangehörigkeit können zusätzlich einen Entschädigungsanspruch nach dem AGG auslösen.

So überzeugt Ihre Bewerbung

Bei begehrten Wohnungen entscheidet oft die Vollständigkeit. Wer Selbstauskunft, Einkommensnachweise und Ausweis geordnet in einer Mappe dabei hat, wird ernster genommen als jemand, der nachreichen will. Welche Unterlagen dazugehören, steht in unserer Checkliste für die Wohnungsbewerbung. Denken Sie daran, dass Sie Nachweise erst vorlegen müssen, wenn die Entscheidung für Sie gefallen ist.

Für Vermieter endet die Sache nicht mit der Entscheidung: Die Unterlagen aller abgelehnten Bewerber sind zu löschen, sobald der Mietvertrag geschlossen ist. Das gilt auch für private Vermieter, denn Vermietung ist keine rein persönliche Tätigkeit und fällt damit unter die Datenschutz-Grundverordnung. Eine feste Frist nennt das Gesetz nicht. Als Orientierung dienen die zwei Monate, in denen ein abgelehnter Bewerber Ansprüche wegen Benachteiligung geltend machen kann (§ 21 Abs. 5 AGG); in der Praxis wird meist spätestens nach sechs Monaten gelöscht, um Zeit für ein daran anschließendes Verfahren zu lassen. Papier vernichten, Dateien löschen, auch im Mailpostfach.

Vollständig ausgefüllt schlägt schnell ausgefüllt. Aber nichts davon muss vor der Besichtigung auf dem Tisch liegen.

Vermieten Sie in Hamm?

Die Selbstauskunft ist ein Schritt von sieben. Mietpreis nach Mietspiegel, Energieausweis, Kaution und Übergabe gehören dazu, und für jeden Schritt gibt es Regeln, die man kennen sollte. Den kompletten Ablauf finden Sie in unserem Leitfaden Wohnung vermieten in Hamm. Nach dem Einzug wird die Wohnungsgeberbestätigung fällig. Wenn Sie die Vermietung lieber abgeben möchten: Wir übernehmen sie in Hamm komplett.

Häufige Fragen

Ist die Mieterselbstauskunft Pflicht?

Nein, ausfüllen müssen Sie sie nicht. Die meisten Angaben sind freiwillig. Eine Ausnahme gilt für ein laufendes Verbraucherinsolvenzverfahren: Danach darf gefragt werden, und hier müssen Sie wahrheitsgemäß antworten. In der Praxis erwarten Vermieter die Selbstauskunft ohnehin, und eine vollständig ausgefüllte verschafft Ihnen bei mehreren Bewerbern einen klaren Vorteil.

Welche Fragen darf der Vermieter stellen?

Das hängt davon ab, wie weit die Bewerbung fortgeschritten ist. Bei der Besichtigung nur Name und Anschrift. Bei konkretem Interesse zusätzlich Personenzahl, Einkommen, Haustiere und ein laufendes Verbraucherinsolvenzverfahren. Nachweise und Bonitätsauskunft erst nach der Entscheidung für einen Bewerber.

Welche Fragen sind unzulässig?

Familienstand, Kinderwunsch, Schwangerschaft, ethnische Herkunft und Staatsangehörigkeit, Religion, Parteizugehörigkeit, Mitgliedschaft in einem Mieterverein, Vorstrafen und laufende Ermittlungsverfahren, die Dauer der Beschäftigung sowie Kontaktdaten des bisherigen Vermieters. Auch eine Ausweiskopie darf nicht verlangt werden, den Ausweis vorzeigen lassen ist dagegen zulässig.

Darf ich auf unzulässige Fragen falsch antworten?

Bei einer unzulässigen Frage bleibt eine falsche Antwort ohne Folgen, sie berechtigt später weder zur Kündigung noch zur Anfechtung. Bei zulässigen Fragen, etwa zum Einkommen, kann eine bewusste Falschangabe dagegen die Kündigung rechtfertigen.

Muss ich eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vorlegen?

In aller Regel nicht. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der bisherige Vermieter nicht verpflichtet ist, seinem ausgezogenen Mieter eine solche Bescheinigung auszustellen (BGH, VIII ZR 238/08). Da Sie sie also gar nicht beschaffen können, halten die Datenschutzbehörden die Anforderung durch den neuen Vermieter für unzulässig.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Wohnung nicht bekomme?

Sie sind dann zu löschen, und zwar auch bei einem privaten Vermieter: Vermietung gilt datenschutzrechtlich nicht als rein persönliche Tätigkeit. Eine feste Frist nennt das Gesetz nicht, die Unterlagen dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie ein Grund dafür besteht. Als Orientierung dienen die zwei Monate, in denen Ansprüche wegen Benachteiligung geltend gemacht werden können (§ 21 Abs. 5 AGG). In der Praxis wird spätestens nach sechs Monaten gelöscht.

Wer darf die Bonitätsauskunft anfordern?

Der Bewerber selbst. Er fordert die zweckgebundene Auskunft bei der Auskunftei an und legt sie vor. Der Vermieter darf sie nicht eigenmächtig über den Bewerber einholen.

Grundlagen: Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz zur Mieterselbstauskunft, BGH VIII ZR 238/08, § 21 Abs. 5 AGG. Dieser Beitrag und die Antworten oben bieten eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.

Vermieten in Hamm, rechtssicher und zügig

Passend. Geprüft. Datenschutzkonform.
Die Bewerberauswahl entscheidet über die nächsten Jahre. Wir führen sie so, dass sie hält: sachlich, nachvollziehbar und im Rahmen dessen, was Sie fragen dürfen.

Die richtigen Fragen

Wir erheben nur, was in der jeweiligen Phase zulässig ist. Das schützt Sie vor Ärger und den Bewerber vor unnötiger Preisgabe.

Bonität belastbar geprüft

Einkommensnachweise und Auskunft kommen zum richtigen Zeitpunkt, geordnet und vergleichbar aufbereitet.

Entscheidung mit Begründung

Sie bekommen die Bewerber sortiert vorgelegt, mit Argumenten statt Bauchgefühl.

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