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Immobilienberater im Porträt.

Kaufnebenkosten in NRW

Grunderwerbsteuer, Notar und Makler – was beim Immobilienkauf wirklich dazukommt

Kaufnebenkosten – was zum Kaufpreis noch dazukommt

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Wahrheit: Beim Immobilienkauf in Hamm und ganz NRW kommen rund 11 bis 12 % Nebenkosten obendrauf – für Steuer, Notar und Makler. Wer das nicht von Anfang an einplant, dem fehlt am Ende beim Eigenkapital. Wir zeigen Ihnen, woraus sich die Nebenkosten zusammensetzen, rechnen sie an einem Beispiel durch und sagen, wo es Sparpotenzial gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • NRW hat mit 6,5 % die höchste Grunderwerbsteuer Deutschlands.
  • Plus Notar & Grundbuch (ca. 1,5–2 %) und Maklerprovision (3,57 %).
  • Die Bank finanziert die Nebenkosten meist nicht – sie kommen aus dem Eigenkapital.
6,5 %Grunderwerbsteuer in NRW
11–12 %Nebenkosten gesamt
EigenkapitalBank finanziert sie meist nicht

1. Woraus sich die Kaufnebenkosten zusammensetzen

Drei Posten machen den Großteil aus – die Grunderwerbsteuer ist mit Abstand der größte. Als Anteil am Kaufpreis sieht das so aus:

Die drei großen Posten als Anteil am Kaufpreis: Grunderwerbsteuer (6,5 %), Maklerprovision (3,57 %) und Notar & Grundbuch (ca. 2 %).

2. Grunderwerbsteuer: 6,5 % in NRW

Die Grunderwerbsteuer ist der dickste Brocken. Nordrhein-Westfalen liegt mit 6,5 % bundesweit an der Spitze. Sie wird fällig, sobald der Kaufvertrag notariell beurkundet ist – das Finanzamt schickt Ihnen dazu einen Bescheid. Erst nach Zahlung erhalten Sie die Unbedenklichkeitsbescheinigung; ohne sie trägt das Grundbuchamt Sie nicht als neuen Eigentümer ein. Die Steuer ist also keine Formsache, sondern Voraussetzung für den Eigentumsübergang.

3. Notar- und Grundbuchkosten: ca. 1,5–2 %

Ein Immobilienkauf ist in Deutschland ohne Notar nicht möglich – er ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag, überwacht die Zahlungsabwicklung und veranlasst die Eintragung im Grundbuch. Zusammen mit den Grundbuchgebühren liegen diese Kosten bei rund 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Auch hier gilt: Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und bei jedem Notar gleich.

Der Notar beurkundet den Kaufvertrag, sichert die Zahlung ab und veranlasst die Grundbucheintragung.

4. Maklerprovision: in der Regel 3,57 %

Ist ein Makler beteiligt, kommt dessen Provision hinzu. Seit Dezember 2020 gilt beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern durch Verbraucher die Halbteilung (§ 656c BGB): Käufer und Verkäufer teilen sich die Provision. Üblich sind in NRW je 3,57 % inkl. Mehrwertsteuer.

5. Beispielrechnung für 350.000 €

So summiert sich das Ganze beim Kauf eines Einfamilienhauses in Hamm:

Kaufnebenkosten bei 350.000 € Kaufpreis (NRW)

Grunderwerbsteuer (6,5 %)22.750 €
Notar & Grundbuch (ca. 2 %)7.000 €
Maklerprovision (3,57 %)12.495 €
= Kaufnebenkosten gesamt42.245 €
Das entspricht rund 12 % des Kaufpreises – Geld, das zusätzlich zum Kaufpreis bereitstehen muss. Notar- und Grundbuchkosten sind eine gängige Schätzung; der genaue Betrag hängt vom Einzelfall ab.
Faustregel fürs Eigenkapital

Da Banken die Nebenkosten meist nicht mitfinanzieren, sollten Sie diese plus möglichst etwas Eigenkapital für den Kaufpreis selbst mitbringen. Wer die rund 11–12 % nicht eingeplant hat, dem platzt im schlimmsten Fall die Finanzierung kurz vor dem Notartermin.

6. Wo Sie sparen können

Grunderwerbsteuer und Notargebühren sind gesetzlich festgelegt – hier gibt es keinen Spielraum. Realistisch sparen lässt sich vor allem beim mitgekauften Inventar: Wird werthaltiges bewegliches Zubehör – etwa eine hochwertige Einbauküche – im Kaufvertrag angemessen separat ausgewiesen, sinkt die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer. Wichtig: Der Wert muss realistisch sein, sonst erkennt ihn das Finanzamt nicht an.

Wer die Nebenkosten von Anfang an mitrechnet, verhandelt entspannter – und erlebt am Notartermin keine böse Überraschung.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in NRW?

Rund 11–12 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer 6,5 %, Notar & Grundbuch ca. 1,5–2 %, Maklerprovision 3,57 %.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Beim Kauf durch Verbraucher teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision (§ 656c BGB) – üblich je 3,57 % inkl. MwSt.

Werden die Nebenkosten mitfinanziert?

In der Regel nicht – sie müssen aus dem Eigenkapital kommen.

Unsere Einschätzung für Sie

Die Kaufnebenkosten sind kein Kleingeld, aber gut kalkulierbar. Wer sie von Anfang an einplant, geht mit einer realistischen Finanzierung in die Suche – und vermeidet böse Überraschungen. Als Ihr Makler in Hamm rechnen wir Ihnen die Zahlen vorab transparent vor und begleiten Sie bis zum Notartermin.

Sie suchen eine Immobilie oder haben Fragen zur Finanzierung? Sprechen Sie uns an – oder lesen Sie, was beim Energieausweis zu beachten ist.

Quellen: Grunderwerbsteuersatz NRW (6,5 %); § 656c BGB (Teilung der Maklerkosten); Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Stand 2025. Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.

Warum Käufer mit uns auf der sicheren Seite sind

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Die Nebenkosten entscheiden mit, ob Ihre Finanzierung aufgeht. Wir rechnen sie Ihnen vorab ehrlich vor – damit es beim Notar keine Überraschung gibt.

Volle Kostentransparenz

Wir rechnen Ihnen die kompletten Nebenkosten vor dem Kauf realistisch vor – Sie wissen genau, wie viel Eigenkapital Sie wirklich brauchen.

Faire Provision nach Gesetz

Wir halten uns an die gesetzliche Teilung der Maklerkosten (§ 656c BGB) – nachvollziehbar und ohne versteckte Posten.

Begleitung bis zum Notar

Wir koordinieren Termine, Unterlagen und den Notartermin, damit Ihr Kauf reibungslos und ohne Verzögerung über die Bühne geht.

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